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3D-Druck Business starten: So fängst du an

Von Samuel Hofert · Stand: November 2026

Kurz gesagt

Starte mit einem Produkt aus deinem eigenen Hobby, melde ein Gewerbe an, kümmere dich um GPSR und Verpackung, rechne deinen Preis ehrlich durch und stell dein erstes Angebot online. Das ist in ein paar Wochen machbar, nebenbei.

Wenn ich heute nochmal anfangen würde, würde ich es genau in dieser Reihenfolge machen. Vieles davon hab ich damals erst später gelernt.

1. Ein Produkt finden, hinter dem du stehst

Fang mit deinem eigenen Hobby an. Was fehlt da, was ein 3D-Drucker lösen kann? Bei mir waren es Murmelbahn-Teile, weil es kaum noch neue gab. Hype-Produkte bringen dir ein, zwei Verkäufe und dann nichts mehr.

Mehr dazu: Was kann man mit dem 3D-Drucker verkaufen?

2. Prüfen, ob du das Modell verkaufen darfst

Eigenes Design oder eine Lizenz, die den Verkauf erlaubt. Steht NC drin, nicht. Bei Etsy sind fremde Modelle seit 2025 eine Grauzone. Prüf da die aktuellen Regeln selbst.

Mehr dazu: Lizenzen

Businessplan auf einer Seite

Produkt, Preis, Ziele und To-dos auf einer Seite, mit ausgefülltem Beispiel. Im kostenlosen Werkzeugkasten.

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3. Gewerbe anmelden

Kostet je nach Stadt meist 20 bis 60 € und geht oft online. Danach der Fragebogen vom Finanzamt, wo du dich für oder gegen die Kleinunternehmerregelung entscheidest, und die Meldung bei der Berufsgenossenschaft.

Mehr dazu: Gewerbe anmelden und Kleinunternehmer

4. GPSR und Verpackung erledigen

Dein Name und deine Adresse aufs Produkt und in jedes Angebot. Bei Spielzeug und allem mit Strom die CE-Kennzeichnung. Und vor dem ersten Paket die Registrierung bei LUCID.

Mehr dazu: GPSR und CE und Verpackungsgesetz

5. Den Preis ehrlich berechnen

Material, Strom, Verschleiß, Verpackung, Gebühren und vor allem deine Arbeitszeit. Am Anfang war ich viel zu billig.

Dazu: Kosten-Rechner

6. Fotos machen und das erste Angebot online stellen

Handy, Tageslicht, Produkt im Einsatz. Dann rauf auf Kleinanzeigen oder Etsy. Nicht so viel überlegen, einfach hochladen.

Mehr dazu: Produktfotos und Etsy oder Kleinanzeigen

7. Gut verpacken und dranbleiben

Stabile Kartons, gutes Füllmaterial. Und nicht aufgeben, wenn das erste Produkt nicht läuft. Die meisten laufen nicht sofort.

Was du nicht brauchst

  • Einen teuren Drucker. Ich hab mit einem Elegoo Neptune 3 Pro angefangen.
  • Einen eigenen Onlineshop am Anfang.
  • Eine Firma mit Startkapital. Ein Einzelunternehmen reicht.

Du bist unter 18?

Dann brauchst du zusätzlich die Erlaubnis deiner Eltern und eine Genehmigung vom Familiengericht: 3D-Drucke verkaufen unter 18

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Häufige Fragen

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Keine Rechts- oder Steuerberatung. Ich zeige dir, wie es bei mir war und was ich gelernt habe. Im Zweifel frag deine IHK, die berät kostenlos.