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Etsy oder Kleinanzeigen: Wo verkaufst du deine 3D-Drucke am besten?
Von Samuel Hofert · Stand: November 2026
Kurz gesagt
Kleinanzeigen ist schnell, ohne Verkaufsgebühr und gut für den Start, hat aber weniger Käufer. Etsy bringt dir Käufer aus ganz Europa, hat aber mehr Konkurrenz und Gebühren. Ob dort auch Drucke von fremden Modellen erlaubt sind, ist seit 2025 eine Grauzone. Mein Rat: beides ausprobieren.
Ich hab auf beiden Plattformen verkauft. Mein allererster Verkauf war ein Murmelbahn-Teil auf Kleinanzeigen, nach ein bis zwei Tagen. Den größten Teil hab ich später über Etsy verkauft.
Kleinanzeigen
Das ist gut:
- In fünf Minuten ist ein Angebot online.
- Keine Verkaufsgebühr.
- Gut für große oder schwere Teile, die man abholen kann.
- Du merkst schnell, ob Leute dein Produkt überhaupt wollen.
Das ist weniger gut:
- Weniger Käufer, und viele wollen handeln.
- Als Gewerbe brauchst du einen gewerblichen Account. Je nach Kategorie sind nur bis zu drei Anzeigen kostenlos, danach kostet es pro Anzeige oder ein PRO-Paket. Für günstige Ware bis 25 € gibt es seit Mai 2026 PRO Basic: 10 Anzeigen für 15 € im Monat.
Etsy
Das ist gut:
- Viele Käufer, die gezielt nach Selbstgemachtem und Nischenprodukten suchen.
- Etsy macht Werbung für dich, auch außerhalb der Plattform.
- Du kannst in ganz Europa verkaufen.
Das ist weniger gut:
- Gebühren: im Moment 6,5 % Transaktionsgebühr, rund 4 % plus 0,30 € für die Zahlung und 0,20 US-Dollar pro Angebot.
- Viel Konkurrenz, gerade bei bekannten Modellen.
- Seit 2025 ist unklar, ob Drucke von fremden Modellen erlaubt sind. In den Regeln steht, dass 3D-Drucke auf eigenen Designs beruhen sollen. Der Support hat mir das lockerer erklärt. Mehr dazu: Lizenzen und Etsy
Etsy-Inserat-Vorlage
Keywords, Titel, 13 Tags, Beschreibung und Fotoliste zum Ausfüllen. Im kostenlosen Werkzeugkasten.
Was passt zu welchem Produkt?
| Dein Produkt | Eher Kleinanzeigen | Eher Etsy |
|---|---|---|
| Groß oder schwer | Ja | |
| Eigenes Design | Ja | |
| Druck von fremdem Modell mit Lizenz | Ja | Grauzone, selbst prüfen |
| Ersatzteil, das Leute in der Nähe suchen | Ja | |
| Nischenprodukt für ein Hobby | Ja | |
| Personalisierte Sachen | Ja |
eBay und eigener Shop
Auch eBay geht, gerade für Ersatzteile. Ein eigener Shop lohnt sich meistens erst, wenn du schon Kunden hast, die dich wiederfinden wollen. Am Anfang bringt er dir alleine kaum Besucher.
Mein Rat
Stell dein Produkt einfach auf mehreren Plattformen ein und schau, wo es läuft. Nicht so viel überlegen, einfach hochladen. Und rechne die Gebühren immer in deinen Preis ein, zum Beispiel mit meinem Kosten-Rechner.
Etsy-Inserat-Vorlage
Keywords, Titel, 13 Tags, Beschreibung und Fotoliste zum Ausfüllen. Im kostenlosen Werkzeugkasten.
Häufige Fragen
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RECHTLICHES
Darf ich 3D-Drucke von Thingiverse, Printables oder MakerWorld verkaufen?
Nur wenn die Lizenz es erlaubt. Steht "NC" drin oder ist es die "Standard Digital File License", darfst du die Drucke nicht verkaufen. Bei CC BY und CC BY-SA darfst du, wenn du den Designer nennst. In allen anderen Fällen: Designer fragen oder eine kommerzielle Lizenz kaufen.
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3D-Drucke versenden: So kommen sie heil an
Verschick deine Drucke in stabilen Kartons mit gutem Füllmaterial, nicht in Tüten. Rechne Verpackung und Porto in deinen Preis ein. Und vergiss die Registrierung im Verpackungsregister LUCID nicht.
Keine Rechts- oder Steuerberatung. Ich zeige dir, wie es bei mir war und was ich gelernt habe. Im Zweifel frag deine IHK, die berät kostenlos.
