VERKAUFEN
Produktfotos für 3D-Drucke: Mit dem Handy reicht es
Von Samuel Hofert · Stand: November 2026
Kurz gesagt
Für den Anfang reicht dein Handy. Fotografier dein Produkt bei Tageslicht, im Einsatz und in seiner normalen Umgebung. Mach so viele Fotos wie möglich aus verschiedenen Blickwinkeln, und wenn es geht, ein kurzes Video.
Ich hab fast alle meine Produktfotos mit dem Handy gemacht. Softboxen und Fotoboxen braucht man am Anfang nicht. Viel wichtiger ist, was auf dem Foto passiert.
Zeig dein Produkt im Einsatz
Das beste Foto zeigt dein Produkt da, wo es hingehört. Meine Türme für die Murmelbahn hab ich mit Kugeln drauf fotografiert und einer Pflanze im Hintergrund. Man sieht sofort, was es ist und wie es aussieht, wenn es bei einem steht.
Ein Teil, das nur auf einem weißen Tisch liegt, sagt viel weniger.
Tageslicht ist dein bestes Licht
Stell dich ans Fenster, am besten tagsüber ohne direkte Sonne. Kein Blitz, kein gelbes Deckenlicht. Das macht mehr aus als jede teure Ausrüstung.
Etsy-Inserat-Vorlage
Keywords, Titel, 13 Tags, Beschreibung und Fotoliste zum Ausfüllen. Im kostenlosen Werkzeugkasten.
Die vier Blickwinkel
- Nah dran. Damit man Details und Druckqualität sieht.
- Schräg von oben. So sieht man die Form am besten.
- Von weitem. Damit man die Größe einschätzen kann.
- Im Einsatz. Mit allem, was dazugehört.
Mach so viele Fotos wie möglich. Die Plattformen lassen mehrere Bilder zu, nutz sie.
Ein kurzes Video hilft enorm
Wenn sich bei deinem Produkt etwas bewegt, zeig es. Bei meinen Türmen rollt die Kugel etwa zehn Sekunden im Zickzack runter. Genau das wollen Leute sehen. Etsy erlaubt pro Angebot ein kurzes Video.
Was du vermeiden solltest
- Dunkle, unscharfe Fotos
- Chaos im Hintergrund
- Fotos, auf denen man die Größe nicht erkennt
- Fremde Fotos aus dem Internet. Das ist nicht erlaubt und fällt früher oder später auf.
Etsy-Inserat-Vorlage
Keywords, Titel, 13 Tags, Beschreibung und Fotoliste zum Ausfüllen. Im kostenlosen Werkzeugkasten.
Häufige Fragen
Weiterlesen
VERKAUFEN
Etsy oder Kleinanzeigen: Wo verkaufst du deine 3D-Drucke am besten?
Kleinanzeigen ist schnell, ohne Verkaufsgebühr und gut für den Start, hat aber weniger Käufer. Etsy bringt dir Käufer aus ganz Europa, hat aber mehr Konkurrenz und Gebühren. Ob dort auch Drucke von fremden Modellen erlaubt sind, ist seit 2025 eine Grauzone. Mein Rat: beides ausprobieren.
PRODUKTE FINDEN
Was kann man mit dem 3D-Drucker verkaufen? Ideen, die wirklich laufen
Am besten laufen Teile für eine klare Nische: Ersatzteile und Erweiterungen für ein bestimmtes Produkt oder Zubehör für ein Hobby, das du selbst kennst. Allgemeine Sachen wie Organizer druckt jeder. Am wichtigsten ist aber, dass du hinter dem Produkt stehst.
DER ÜBERBLICK
3D-Drucke verkaufen: Was du wirklich beachten musst
Ja, du darfst deine 3D-Drucke verkaufen. Dafür brauchst du ein Gewerbe, die Erlaubnis für das Modell, die Angaben nach der Produktsicherheitsverordnung (GPSR) und eine Registrierung im Verpackungsregister LUCID. Bei Spielzeug und allem mit Strom kommt die CE-Kennzeichnung dazu.
Keine Rechts- oder Steuerberatung. Ich zeige dir, wie es bei mir war und was ich gelernt habe. Im Zweifel frag deine IHK, die berät kostenlos.
